Lohnnebenkosten

Der Dienstgeber hat für seine Dienstnehmer Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuern und Lohnausgaben („Lohnnebenkosten“) vom Bruttogehalt einzubehalten und an Finanzamt, Gebietskrankenkasse und Gemeinde abzuführen. Der Dienstnehmer selbst bekommt nur das verbleibende Nettogehalt ausbezahlt und muss sich selbst ums nichts mehr kümmern.

 

Die Frist zur Überweisung der SV-Beiträge ist stets der 15. des Folgemonats. Bei Überschreiten der Respirofrist (3 Tage) werden Verzugszinsen belastet.

 

In der formalen Abrechnung sind Dienstgeber-(DGA) und Dienstnehmer-(DNA) beiträge zu unterscheiden, die Prozentsätze für Angestellte und Arbeiter unterscheiden sich geringfügig, sie berechnen sich immer vom Bruttogehalt.

 

 

Beitragssatz in %

Allgemeine FAQs zur Lohnverrechnung

 

 

 

Freie Dienstnehmer

 

„Freie“ Dienstnehmer unterscheiden sich von „echten“ Dienstnehmern dadurch, dass sie nicht unter das Arbeitsrecht fallen (kein Urlaubsanspruch, keine fixen Arbeitszeiten, freie Arbeitseinteilung, keine Sonderzahlungen, arbeiten mit den Betriebsmitteln des Dienstgebers).

 

 

Geringfügig Beschäftigte

 

Geringfügig Beschäftigte mit max. € 376,26 (2012) pro Monat haben keine (Dienstnehmer) Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Für den Dienstgeber können aber sehr wohl Lohnnebenkosten und SV- Beiträge anfallen, abhängig davon wie viele Dienstnehmer beschäftigt werden. Jedenfalls sind auch auf geringfügig Beschäftigte alle arbeitsrechtlichen Vorschriften anzuwenden, wie z.B. Urlaub, Krankenstand u.Ä.

 

 

Anmeldung der Dienstnehmer bei der GKK

 

Alle Dienstnehmer sind vor Arbeitsantritt spätestens um 8:00 Uhr früh an jenem Tag bei der Gebietskrankenkasse anzumelden, an dem sie zu arbeiten beginnen. Es sind zumindest Name und Sozialversicherungsnummer telefonisch, per Fax oder E-Mail bekannt zu geben.

 

> Faxvorlage Mindestangaben- Anmeldung OÖGK

 

 

Dienstzettel

 

Mit dem Arbeitsantritt muss der Arbeitgeber dem Dienstnehmer einen Dienstzettel ausstellen. Der Dienstzettel muss folgende Angaben enthalten:

 

• Name und Anschrift des Arbeitgebers und Arbeitnehmers

• Beginn des Arbeitsverhältnisses

• Ende des Arbeitsverhältnisses (bei Befristungen)

• Dauer der Kündigungsfrist und Kündigungstermin

• Gewöhnlicher (oder wechselnder) Arbeitsort

• Einstufung in ein generelles Schema

• Verwendung

• Anfangsbezug, Fälligkeit des Entgelts, Urlaubsausmaß

• Vereinbarte tägliche oder wöchentliche Normalarbeitszeit, Kollektivvertrag, Satzung, Mindestlohntarif, Betriebsvereinbarungen und dergleichen

• Name und Anschrift der betrieblichen Vorsorgekasse (MVK)

 

Kein Dienstzettel muss ausgestellt werden bei Arbeitsverhältnissen, die - aus welchem Grund auch immer – nicht länger als 1 Monat dauern. Es muss aber auch dann kein Dienstzettel ausgestellt werden, wenn ein schriftlicher Arbeitsvertrag ausgehändigt wird, der alle Angaben eines Dienstzettels vollständig enthält.

 

 

Arbeitszeitaufzeichnung:

 

Arbeitszeitaufzeichnungen sind für alle Mitarbeiter Pflicht. Fehlen diese Aufzeichnungen bei späteren Prüfungen durch das Arbeitsinspektorat, kann es zu drastischen Strafen kommen. Außerdem wird es bei Fehlen dieser Aufzeichnungen auch zu Problemen bei GPLA-Prüfungen (Sozialversicherung und Lohnsteuer) kommen.

 

Die genauen Bestimmungen zu den täglichen Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten sind im jeweiligen aktuellen Branchen-Kollektivvertrag nachzulesen.

 

> Muster Arbeitszeitaufzeichnung

Mag. Sandra Lamplmayr | Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder

Am Hohlweg 7 | 4221 Steyregg

Tel. 0732.640604-0 | Fax: 0732.640604 – 24

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